Jakob Baumann

PPP-Projekte rufen nach abteilungsübergreifenden Lösungen mit dem privaten Partner und sind damit Motoren für Kulturwandel.

Medienmitteilungen

Das PPP-Modell ist etabliert; nun will Smart City die Städte voranbringen

19.06.2019

Das PPP-Modell für öffentlich-private Partnerschaften ist heute in der Schweiz etabliert und kommt vermehrt für öffentliche Infrastrukturen oder Dienstleistungen zum Einsatz. Mit dem Smart City-Ansatz, der viele Gemeinsamkeiten mit dem PPP-Modell teilt, sollen Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver werden.

Medienmitteilung des Vereins PPP Schweiz zum öffentlichen Informationsanlass vom 19.06.2019:
"Smart City: Intelligente, partnerschaftliche Lösungen für die Zukunft unserer Städte"

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Mit einer letzten öffentlichen Informationsveranstaltung zum Thema «Smart City» hat der 2006 gegründete Verein PPP Schweiz seine Tätigkeit beendet. Der Verein hatte sich zum Ziel gesetzt, das neue Modell öffentlich-privater Partnerschaften für die Erfüllung öffentlicher Aufgaben in der Schweiz zu verankern und dessen Standardisierung zu fördern. Das ebenfalls auf Partnerschaften basierende Thema Smart City zielt auf eine ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit insbesondere in den Städten und weist viele Gemeinsamkeiten mit den bisherigen Bemühungen des Vereins auf. Gemäss aktuellen Hochrechnungen wird die Schweiz im Jahr 2045 rund zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählen – die Mehrheit davon in grossen Städten.

Smart City ist ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, die darauf abzielen, Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten. Diese Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen.

Nach Dr. Christian Geiger, Präsident des Verbandes Smart City Hub Schweiz, sind Vorkehrungen erforderlich, um die Lebens- und Standortqualität in der Schweiz zu halten. Dies ist nach seiner Überzeugung nur in Partnerschaft zwischen Gesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft möglich.

Neue Impulse für die Städte und mehr Lebens- und Standortqualität

Smart City Hub Switzerland wurde im Sommer 2018 von den Städten St. Gallen, Winterthur, Zug und Zürich gemeinsam mit den SBB, der Swisscom und der Schweizerischen Post gegründet. Weitere Städte sind in den letzten Monaten Mitglied geworden, wie Basel, Wil SG, Ittigen, Aarau, Lenzburg, Luzern und Schaffhausen. Weitere sollen folgen, darunter auch Städte aus der Romandie und dem Tessin. Der Verband hat zum Ziel, das Thema Smart City gesamtschweizerisch mit konkreten Projekten voranzubringen. Eine zentrale Aufgabe des Smart City Hubs Switzerland ist zudem, seine Mitglieder bei der Umsetzung von öffentlichen wie privaten Vorhaben zu unterstützen.

Philippe Stadler Benz, interimistischer Leiter des Programms Smart City bei der SBB, betonte, dass die SBB mit ihren vernetzten Mobilitätsangeboten, schweizweiten Infrastrukturen und zentralen, grossflächigen Arealen einen massgeblichen Beitrag zu einer smarten Schweiz leisten könne. Im Bewusstsein dieser volkswirtschaftlichen Verantwortung möchte sie Kantone, Städte und Gemeinden als starker Partner auf dem Weg zur Smart City unterstützen.

Im Frühjahr 2019 haben der Kanton Basel-Stadt und die SBB das Smart City Lab Basel auf dem Areal Wolf, wenige Velominuten südlich des Basler Bahnhofs SBB, eröffnet. Das Lab ermöglicht Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, innovative Lösungen für die Stadt von morgen und zur Verbesserung der Lebensqualität und der Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Schweiz zu entwickeln und zu testen. Bis 2024 bietet das Smart City Lab Basel auf rund 160’000 m2 Raum für Smart-City-Pilotprojekte und bringt Ideen, Wissen und Menschen zusammen, um gemeinsam heutige und künftige Herausforderungen anzugehen. Der thematische Fokus liegt auf den Bereichen Mobilität und Logistik. Erste Partner arbeiten in den Bereichen City-Logistik, Lichtsteuerung, Energie, Verkehrszählung und 3D-Daten.

PPP-Modell etabliert, Verein PPP Schweiz stellt seine Tätigkeit ein

Lorenz Bösch, Präsident des Vereins PPP Schweiz betonte anlässlich der Generalversammlung in Bern, dass das PPP-Modell heute in der Schweiz gut verankert sei und bei grösseren Vorhaben und Aufgaben immer häufiger in Erwägung gezogen werde. Dazu hätten die Publikationen und Veranstaltungen des Vereins in den vergangenen Jahren wesentlich beigetragen.

Eine Standardisierung des PPP-Modells hat sich in manchen Teilbereichen fest etabliert. Die Bemühungen des Vereins haben mitgeholfen, dass Kernelemente des PPP-Modells beim Bund, bei der Beschaffungskonferenz des Bundes und bei vielen weiteren Verwaltungen als verbindliche Vorgaben eingeflossen und festgeschrieben sind. Das mit der Unterstützung vieler Experten erarbeitete Wissen ist öffentlich zugänglich. Der Verein hat damit die in ihn gesteckten Ziele weitgehend erreicht und stellt seine Tätigkeit Ende Monat ein.

Das vom Verein erarbeitete Wissen und seine Schriften werden in Zukunft von der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften öffentlich zugänglich gehalten (www.sgvw.ch).

 

Weitere Informationen:

Lorenz Bösch, Präsident Verein PPP Schweiz
Heinz Gut, Geschäftsführer Verein PPP Schweiz


Tel. 079 426 54 19
Tel. 079 400 57 09

 

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Medienmitteilung (deutsch / französisch / italienisch)

Referat Dr. Christian Geiger (PDF, nur deutsch)

Referat Philippe Stadler Benz (PDF, nur deutsch)

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