Kurt Signer

Das Lebenszyklusmodell ist ein wegleitender PPP-Kerngedanke für die Weiterentwicklung des Immobilienmanagements der öffentlichen Hand.

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Grossbauten werden laut Studie mit ÖPP-Hilfe billiger

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Die Beteiligung privater Investoren an öffentlichen Großbauprojekten kann laut einer Studie zu Kostensenkung und Beschleunigung beitragen. So liegen beispielsweise die Projektkosten beim Autobahnbau über einen Zeitraum von 30 Jahren bei Öffentlich Privaten Partnerschaften (ÖPP) selbst bei vorsichtigen Annahmen um rund 10 Prozent niedriger als bei konventioneller Beschaffung, wie das IW Köln und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilten.

In einer Modellrechnung kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die Baukosten pro Kilometer Autobahn bei konventioneller Finanzierung 9 Millionen Euro betragen. Bei einer ÖPP-Beschaffung liegen sie demnach hingegen bei nur 7 Millionen Euro. Die Gesamtkosten über 30 Jahre - inklusive Betriebskosten, Finanzierung und Zeitkosten - liegen konventionell bei 1,051 Milliarden Euro. Bei einem ÖPP-Projekt hingegen laufen hingegen nur 935 Millionen Euro auf.

Schneller als geplant Das IW Köln und der GDV nahmen sich für ihre Studie 14 Autobahnprojekte im Wert von 3 Milliarden Euro vor, die mithilfe von Öffentlich Privaten Partnerschaften umgesetzt wurden. Das Ergebnis: Durchschnittlich sanken die Kosten für Bauprojekte, zudem wurde bei allen ÖPP auch die vertraglich vereinbarte Bauzeit eingehalten. "Viele ÖPP-Projekte wurden sogar schneller fertig als geplant", sagte IW-Experte Thilo Schaefer bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag in Berlin.

Der Studie zufolge gleichen die Einsparungen durch kürzere Bauzeiten und seltenere Reparaturen die höheren Finanzierungskosten des privaten Investors mehr als aus. "Bei einer ganzheitlichen Kosten-Nutzen-Betrachtung verkehrt sich der Finanzierungsvorteil der öffentlichen Hand ins Gegenteil", sagte GDV-Chefvolkswirt Klaus Wiener.

Entlastung für Behörden

Zudem entlasten ÖPP-Projekte der Studie zufolge auch die personell dünn besetzten Bauverwaltungen in den Ländern, da sie die Ablaufs-, Erhaltungsplanung und den Betrieb in den privaten Sektor überführen. Damit könnte das Problem gelöst werden, dass staatliche Mittel nur deshalb nicht abgerufen werden, weil in der öffentlichen Verwaltung die Mitarbeiter fehlen.

Bislang sind laut Studie 3,6 Prozent aller deutschen Autobahnen als ÖPP realisiert worden. Nach IW-Schätzungen könnte die Zahl in den nächsten Jahren auf mehr als 10 Prozent steigen.

Quelle: www.finanzen.netAutor: Stefan LangeDatum: 6. Oktober 2016

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