Guido Grütter

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Medienmitteilung: Ein unterirdisches Tunnelsystem für Gütertransporte quer durch die Schweiz

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Brugg-Windisch, 13.5.09 - Die Realisierung der Vision Swiss CargoTube soll dereinst das bestehende Gütertransportsystem auf Strasse und Schiene ergänzen und entlasten. Vertreter der Post, des ASTRA, aus der Bau- und Logistikbranche sowie von Hochschulen diskutierten anlässlich einer Fachveranstaltung des Vereins PPP Schweiz und der Fachhochschule Nordwestschweiz über das neuartige, in unterirdischen Röhren verlaufende, vollautomatische Gütertransportsystem.

Die Hauptverkehrsträger Strasse und Schiene stossen bereits heute an ihre Kapazitätsgrenzen. Trotz optimierter Ausnutzung der bestehenden Infrastruktur und punktueller Netzergänzungen ist die gewünschte Zuverlässigkeit des freien Güterverkehrs in naher Zukunft in Frage gestellt. Die heute an einer Fachtagung diskutierte Vision Swiss CargoTube, eine Art unterirdisches Tunnelsystem quer durch die Schweiz, soll das Verkehrsaufkommen im Bereich der Gütertransporte reduzieren. „Heute ist Swiss CargoTube nur eine Vision. Wir schätzen die Realisierungschancen aber positiv ein. Denn die Vorteile von Swiss CargoTube liegen auf der Hand: zuverlässig, schnell, umweltfreundlich, flexibel und wirtschaftlich. Und gerade im heutigen Umfeld sind Visionen notwendig, um die Schweiz weiter voran zu bringen“, ist Guido Grütter, Vorstandsmitglied des Vereins PPP Schweiz, überzeugt. Ziel sei es, baldmöglichst eine breite Trägerschaft zu finden, welche konkrete Vorstudien zur wirtschaftlichen, politischen und technischen Machbarkeit von Swiss CargoTube realisiert. Fakten und Detailangaben zu Swiss CargoTube liegen deshalb, so Grütter, zum heutigen Zeitpunkt noch nicht vor oder beruhen auf sehr groben Schätzungen.

Kontinuierlicher unterirdischer Güterfluss

Die Idee von Swiss CargoTube wurde 2001 in der Fachhochschule Nordwestschweiz geboren und in einem losen Netzwerk von Verkehrs-, Logistik- und Finanzexperten zu einer Vision verdichtet. Swiss CargoTube besteht aus einem unterirdischen, rund zwanzig bis sechzig Meter tief gelegenen Tunnelrohr von zirka vier Metern Durchmesser. Selbstfahrende Wagen verkehren richtungsgetrennt mit konstanter mittlerer Geschwindigkeit. Ein drittes Gleis dient in den Terminals zum Auf- und Abladen der Behälter, welche die Güter aufnehmen.

Als leistungsfähige Verbindung der Logistik- und Verteilzentren in der Ostschweiz, im Raum Olten-Oensingen und in der Westschweiz stellt Swiss CargoTube das Rückgrat der gegenwärtigen Güterströme auf der Ost-West-Hauptachse dar. Um letztlich die ganze Fläche der Schweiz zu erschliessen, werden mittelfristig von der Hauptachse Querverbindungen (ebenfalls als unterirdische Tunnelröhren) in nordsüdlicher Richtung und von diesen wiederum Schächte in die Tiefe der Täler ausgehen müssen. Das so entstehende Netz soll in der Lage sein, die Güterlogistik zu revolutionieren.

Zuverlässigkeit als Qualitätsmerkmal

„Im Güterverkehr ist nicht die Geschwindigkeit das Qualitätskriterium, sondern die Zuverlässigkeit“, fasst Prof. Martin Klöti, Leiter des Instituts für Geistes- und Naturwissenschaften der Fachhochschule Nordwestschweiz, die Tagungsbeiträge der Experten zusammen. Mit dem ungehinderten Kreuzen auf den beiden äusseren Gleisen – unabhängig von oberirdischen Verkehrsstaus und Witterungsverhältnissen – sei dies gewährleistet. Weil Swiss CargoTube nicht auf Hochgeschwindigkeiten ausgelegt sei, reduziere sich zudem der Aufwand für den Ausbau, das Rollmaterial, die Leittechnik und den Betrieb deutlich. Ebenso verkürzen sich die Realisierungszeiten, was sich in reduzierten Kapitalkosten bemerkbar mache. Die Verwendung bewährter technischer Komponenten, kurze Bauzeiten, eine frühe Betriebsaufnahme und eine rasche Kapitalrückzahlung seien weitere Voraussetzungen, welche die Realisierung von Swiss CargoTube günstig beeinflussen. Zu prüfen sei zudem eine Kooperation mit Privaten im Rahmen eines Public Private Partnership.

Deutscher Prototyp CargoCap

In Deutschland erforscht und entwickelt die CargoCap GmbH seit 1998 in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum ein vergleichbares Projekt: CargoCap ist für Gütertransporte in Ballungsräumen im Nah- und Regionalverkehrsbereich bis 150 km konzipiert. Die Caps fahren 24 Stunden am Tag in einem unterirdisch weit verzweigten Fahrrohrleitungsnetz viele Stationen an. Am Ziel schleusen sich ein oder mehrere Caps selbständig in eine Station zum automatischen Be- und Entladen. Ein grosser Schritt in Richtung der Realisierung des Transportsystems ist die 2006 errichtete 125 Meter lange Modellstrecke im Massstab 1:2. Zur Zeit läuft die Suche nach einem Partner aus der verladenden Industrie, welcher mithilft, das Projekt weiter zu entwickeln und in die Praxis umzusetzen.

Hochauflösende Bilder zu Swiss CargoTube stehen zum Download zur Verfügung unter:

www.gutpartner.ch/galerie/index.php?action=showgal&cat=15

Sämtliche an der Medienorientierung präsentierten Charts sind abrufbar unter www.ppp-schweiz.ch

Weitere Informationen:

  • Guido Grütter, Vorstandsmitglied Verein PPP Schweiz:T 058 338 42 31, M 079 828 04 92
  • Prof. Martin Klöti, Fachhochschule Nordwestschweiz:T: 056 462 43 62, M 079 405 69 33

Referenz

Autoren:Verein PPP Schweiz
Quellen:-

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